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Hör-Spaziergang auf dem Lucke-Hof

Hör-Spaziergang auf dem Lucke-Hof

„Erzählen Sie mal von früher!“ wird Frau Lucke-Polz immer wieder von den Kindern gefragt, die auf dem Lucke-Hof aus und eingehen.
Die fünf Lucke-Hof- Kinder haben einige der unglaublichen, kleinen, lustigen oder tragischen Anekdoten als Hör-Stücke inszeniert und erwecken mit ihnen manche vergessene Ecke im Lucke-Hof zum Leben.

Diese Geschichten wurden erlebt, erzählt, weitererzählt und am Ende: vertont! Die Kinder haben sie inszeniert und schließlich in einem Hör-Spaziergang zusammengefaßt. Nun kann man über den Lucke-Hof schlendern und in allen Ecken Geschichten finden.

Von und mit:

Kimberly, Summer, Alexia, Maiko, Sebastian

Und:

Frau Dr. Lucke-Polz, Förderverein Lucke-Hof e.V., Tel:   +49 3386 2878132

Vielen Dank auch an: Frau Richter und Herr Enderlein vom Lucke-Hof

 

Die Lütte ist verschwunden (Karin Lucke, um 1950)

Eines Tages war der ganze Lucke-Hof in heller Aufregung. „Lütte! Lütte! Wo bist du?!“ Die kleinste Tochter des Hauses war verschwunden. Mit Polizei und Spürhunden war bald jeder Winkel des Hofes durchkämmt – vergeblich! Nur Eines brachte die „Jüngste“ vom Lucke-Hof wieder ans Licht: Ihr unsterblicher Hunger auf Pudding!

 

Wassili in der Kutscherkammer (Wassili, 1944)

Mit den Unruhen des zweiten Weltkrieges war der russische Front-Flüchtling Wassili auf den Hof gekommen. Er besorgte Haus und Hof und machte sich nützlich – besonders in der Zeit des Krieges, in der der Hof vor allem von den Frauen geführt werden musste. Er wohnte in der Kutscherkammer neben dem Pferdestall – und sang in Moll von seiner fernen Heimat. Wassili lebte nur bis 1945. Er wurde nach Kriegsende von der russischen Armee als Vaterlands-Verräter umgebracht.

Bulle Ludwig und der Schweizer (Ernst, 1959)

Auf dem Hofe lebte auch „der Schweizer“, der sein Geld mit der Versorgung des Viehs verdiente. Er hatte sehr ungestüme Frau, die ihm so manche Sorgen bereitete. Als er einmal seinen Frust an dem Bullen Ludwig ausließ, war der ganze Hof in Aufregung. Seitdem verband die beiden- Ludwig und den Schweizer – eine spezielle Beziehung.

 

„Bis wir wieder beisammen sind“ (Anna Lucke, 1910)

…stand auf dem Grabstein, den die junge Mutter Anna Lucke nachts auf dem Friedhof aufgesucht hatte. Nie hat sie den frühen Tod ihrer Tochter verwunden. Und nie hat sie aufgehört, sich für das tragische Sterben ihres Kindes verantwortlich zu fühlen.

Wer die Geschichte kennt, kann noch immer die Inschrift auf der Rückseite des Grabsteins erkennen.

Katzenjammer (Ute Lucke, 1950)

Die drei Lucke-Geschwister hatten auf dem Hof immer was zu stöbern und kannten das Haus mit jedem Winkel. Und Tiere gab es auch immer! Tauben, Hühner, Schafe, und natürlich Katzen.

Die Katze des Hauses benahm sich an diesem Tage recht sonderbar, und bald stellte sich auch schon heraus, warum!

Fähigkeiten

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Gepostet am

22. August 2019

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